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SCHWARZ - Richtig für den Druck anlegen

Aktualisiert: Mai 12

Reines Schwarz, tiefes Schwarz, kräftiges Schwarz, warmes Schwarz, kühles Schwarz – was oftmals gar nicht als Farbe bezeichnet wird, hat viele Facetten.

Schwarz ist eine der wichtigsten Farben im Druck, sowohl für Text als auch die Gestaltung von grafischen Elementen. Dabei gibt es allerdings kleine aber feine Unterschiede, denn Schwarz ist nicht gleich Schwarz. So muss zum Beispiel differenziert werden zwischen einem reinen oder tiefen und einem kühlen oder warmen Farbton. Ebenso gibt es Feinheiten in der anwendungsbezogenen Nutzung, da sich nicht jedes Schwarz für jeden Zweck eignet. Um ein wenig Licht in dieses Dunkel zu bringen, stellen wir Ihnen im Folgenden die Besonderheiten dieser nur scheinbar simplen Farbe vor und zeigen, wie Sie Ihr perfektes Schwarz finden.


Kräftige, tiefe Schwarztöne


Der im Druck verwendete CMYK-Farbraum ist ein subtraktiver Farbraum. Das heißt, je höher der Farbauftrag, desto dunkler der Farbton. Weil ein Gemisch von Cyan, Magenta und Gelb kein wirkliches Schwarz, sondern lediglich ein Grau-Braun ergibt, wird der Schwarzkanal K hinzugezogen. Dieser alleine ergibt jedoch auch kein tiefes Schwarz, erst die korrekt eingestellte Summe aller Farbkanäle führt zu einem zufriedenstellenden Ergebnis. Wie dieses genau auszusehen hat, mündet in eine Diskussion, die vermutlich nie beendet werden kann. Dafür gibt es zu viele Möglichkeiten und ebenso viele unterschiedliche Geschmäcke.


Fakt ist jedoch, dass ein reines Schwarz, also C=0, M=0, Y=0, K=100, nicht genügend Tiefe, Deckkraft und Sättigung hat, um vor allem größere Elemente in einem kräftigen Schwarz erstrahlen zu lassen. Dies wird erst durch die Hinzunahme der anderen Farbkanäle möglich. In welchem Verhältnis, darüber ist sich das Internet genauso uneins wie die Fachliteratur. Daher hier einige Beispiele, mit denen Sie ein sattes Schwarz erhalten:


C=60, M=40, Y=40, K=100 C=60, M=50, Y=50, K=100 C=50, M=40, Y=20, K=100 C=40, M=20, Y=20, K=100


Bei uns empfehlen wir ein Mischverhältnis von C=60, M=40, Y=20, K=100. Um gerade bei negativen Elementen auf Nummer sicher zu gehen und Blitzer zu vermeiden, können Sie auch auf C=60, M=0, Y=0, K=100 zurückgreifen.



Möchten Sie ein kälteres, blaueres Schwarz erhalten, erhöhen Sie den Cyan-Anteil, für ein wärmeres mischen Sie mehr Magenta und Gelb bei. Am logischsten erscheint auf den ersten Blick eigentlich ein Schwarz mit C=100, M=100, Y=100, K=100. Dies ist jedoch in der Praxis nicht umsetzbar, da dadurch zu viel Farbe auf das Papier aufgebracht würde. Das hätte nicht nur ein Durchfeuchten des Papiers zur Folge, sondern auch eine längere Trocknungszeit und damit eine verzögerte Weiterverarbeitung. Beachten Sie daher den maximalen Farbauftrag, für Druckprodukte beträgt dieser in der Regel 260-300 %.


Reines Schwarz für Text und Linien


Textblöcke und feine Linien werden in reinem Schwarz gedruckt, also lediglich K in einer Konzentration von 60-100 %. Dies hat gleich mehrere Gründe: Zum einen gilt hier ein wesentlich geringerer Farbauftrag, da die feinen Buchstaben sonst unter Umständen unscharf gedruckt werden. Zum anderen können so Produktionszeit und Kosten geringer gehalten werden. Und nicht zuletzt ist das nicht so kräftige reine Schwarz für das menschliche Auge angenehmer, vor allem bei langen Texten in Büchern oder Magazinen. Bei größeren Schriftgraden und stärkeren Linien, zum Beispiel auf großen Plakaten, Bannern oder Fahnen, sollten Sie wiederum ein Tiefschwarz benutzen, um die Lesbarkeit auch in größerer Entfernung zu gewährleisten.

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